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Alle Jahre wieder - Digitalisierungsedition

Digitalisierung in der Produktion Digitale Transformation DiP Agile Methoden Innovation

Geprägt von Corona haben viele ihre Einstellung zu Digitalisierung verändert. Unternehmen haben sich mit großen Schritten entwickelt - teilweise nicht ganz freiwillig.

Wie wird es im neuen Jahr weitergehen?

Geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen ihre Einstellung zu Digitalisierung geändert. Diejenigen, die bislang meinten, dass digitalisieren weder unbedingt notwendig noch zu Krisenzeiten finanzierbar ist, wagen immer häufiger den Schritt zur längst überfälligen Digitalisierung. Es heißt nicht mehr „Der Zeitpunkt ist schlecht!“, sondern „Wenn nicht jetzt, wann dann?!“.

In virtuellen Meetings sitzen wir alle, wenn wir dort also so viel Zeit verbringen, kann man die Digitalisierung auch direkt richtig angehen, oder? Richtig in dem Sinne, nicht noch mehr kleine individuelle Inseln zu kreieren, die unterschiedlich gut digitalisiert sind, sondern strategisch und in sinnvoller und notwendiger Tiefe.

Mit dem Jahreswechsel – nicht erst im Mai, der dem alten Spruch nach alles neu macht – lohnt es sich, einmal den Blick schweifen zu lassen – wo stehen wir? Was haben wir erreicht? Was ist überholt und wo möchten wir hin? Wo müssen wir hin, um am Markt mithalten zu können?

Hat man einen Überblick über den aktuellen Stand, lässt sich abschätzen, wie weit man in Bezug auf verschiedene Prozesse noch vom Zielzustand entfernt ist. Priorisiert man die Handlungsfelder und setzt einen Zielzeitraum fest, braucht man (abgesehen vom Budget natürlich) „nur“ noch Personen, die dieses Projekt tragen und vorantreiben und auch die nötigen Freiräume dafür bekommen. Denn Digitalisierung steht und fällt mit den Menschen, die sie nutzen.

Digitalisierungsmaßnahmen können Unsicherheiten hervorrufen, denn Veränderungen sind uns Gewohnheitstieren nicht so willkommen. Diese Unsicherheit kann nicht ignoriert werden, sie muss wahrgenommen, angesprochen und gesehen werden, denn sie kann zu einem echten Problem heranwachsen, wenn Lösungen über die Nutzenden hinweg implementiert werden. Kann ich so arbeiten? Lerne ich das noch? Kann ich mit den Kolleg*innen mithalten? Wieso können wir nicht arbeiten wie immer?

Womöglich werden nicht immer alle von der Digitalisierung begeistert sein, das ist sogar sehr wahrscheinlich. Manuelle Tätigkeiten, feste Routinen und vollgeschriebene Notizbücher sind jahrzehntelang eine gute Lösung gewesen und Totschlagargumente wie „das haben wir schon immer so gemacht“, sind da sehr verlockend. Wichtig ist aber, dass diejenigen, die unsicher, skeptisch und eher kritisch Neuem gegenüber sind, nicht blockieren, wenn Veränderungen im Raum stehen. Es muss nicht jeder jubeln, es sollte aber auch keiner aktiv dagegen arbeiten.

Angenommen, alles ist nun ein wenig effizienter, weil im Zuge der Digitalisierung auch die über Jahrzehnte perfektionierten Prozesse genauer unter die Lupe genommen wurden und hier und dort einiges verändert und an den heutigen Stand angepasst wurde. Künftig gibt es weniger Papier, digitale Lösungen und hochauflösende Bildschirme sind der Alltag bei der Arbeit. Und nun?

Mit Digitalisierungsmaßnahmen werden einige mühselige Arbeitsschritte überflüssig – man kann seine Zeit künftig sinnvoller nutzen, als Tabellen mit dem fast leeren Kulli auszufüllen und dazu von A nach B zu laufen, um hier noch etwas abzulesen und demjenigen noch eine Unterschrift abzuluchsen. Das war’s? Nein, das ist bei weitem nicht alles, doch das Fass, dass man da aufmacht, ist etwas zu gewaltig für so einen Artikel. 

In diesem Sinne, frohes neues Jahr! 

Digitalisierung in der Produktion Digitale Transformation DiP Agile Methoden Innovation