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Ohne User Research keine Nutzerzentrierung

User Research zahlt sich aus – daran gibt es keinen Zweifel. Dass es bei der Entwicklung von Bediensoftware unerlässlich ist, die Anforderungen und Bedürfnisse der späteren Nutzer*innen zu berücksichtigen, ist nur logisch. Sich hierbei auf die eigene Intuition zu verlassen und zu glauben, man kenne die Anforderungen, ist in der Regel nicht der erfolgsversprechende Weg. Deutlich gewinnbringender ist es, mit User Research die späteren Nutzer*innen direkt in den Entwicklungsprozess einzubeziehen. Nur so kann eine nutzerzentrierte Anwendung gelingen.

Dies hilft beispielsweise dabei, unnötige Features rechtzeitig zu erkennen. So kann vermieden werden, dass Entwicklungsaufwand für die falschen Features entsteht, was im Projektverlauf Kosten erheblich reduziert. Darüber hinaus stellt User Research sicher, dass potenzielle Hürden im Projekt frühzeitig erkannt und Lösungen erarbeitet werden, bevor Ressourcen aufgewendet werden. Außerdem können die Ergebnisse eine klare Zielsetzung für das jeweilige Projekt schaffen, die dem gesamten Team hilft, gemeinsam einen gradlinigen Weg in der Entwicklung einzuschlagen.

An einer systematischen und zielgerichteten Analyse vor dem eigentlichen Entwicklungsstart führt also schlussendlich kein Weg vorbei.

 

Doch wie genau funktioniert User Research?

Es gibt verschiedenste Methoden um die Bedürfnisse von Nutzer*innen zu evaluieren, ein paar der wichtigsten möchten wir im Folgenden beleuchten:

Zunächst geht es vor allem darum, mit den zukünftigen Nutzer*innen der Anwendung in den Austausch zu kommen. Hierbei gibt es verschiedene Methoden. Eine der meistgenutzten ist das Interview. Dabei werden den Usern in Einzelgesprächen offene, nicht leitende Fragen gestellt. Auf diese Weise wird verhindert, dass der*die Interviewende die eigenen Vorstellungen in die Frage einfließen lässt und sein Gegenüber so möglicherweise beeinflusst. Der Hauptredeanteil sollte bei den Interviewten liegen. Interviews finden klassischerweise in einer neutralen Umgebung oder aber im Nutzungskontext statt. Die Antworten der einzelnen Befragten können in der Folge kategorisiert werden, um im Anschluss eine Übersicht über die wichtigsten Anforderungen erstellen zu können.

Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Fokusgruppendiskussionen. Hierbei werden verschiedene, einer Fokusgruppe zugehörige Personen unter der Moderation eines Mitglieds des User Research Teams an einen Tisch gebracht. Die Mitglieder der Fokusgruppe werden in der Folge dazu aufgefordert, sich zu einem konkreten Thema auszutauschen. Auf diese Weise können verschiedene Standpunkte und deren Gewichtung schnell herausgearbeitet werden. Dadurch dass die Beteiligten aufeinander eingehen können, kann ein Konsens ausgemacht werden, der dann als Grundlage für die Entwicklung der Anwendung, beziehungsweise eines speziellen Features dienen kann.

Neben dem Befragen der Nutzer*innen kann es lohnend sein, einen Observationsansatz zu verfolgen. Damit ist gemeint, dass das User Research Team die Fokusgruppen über einen gewissen Zeitraum in ihrem Anwendungskontext begleitet und beobachtet. Die Observation kann in Ergänzung zu den erstgenannten Methoden eingesetzt werden. Der Vorteil der Observation in Ergänzung zu den befragenden Methoden liegt darin, dass auf diese Weise Anforderungen transparent werden, die die Nutzer*innen im Interview nicht thematisieren, weil sie für sie beispielsweise so alltäglich sind, dass sie ihnen nicht erwähnenswert scheinen. Gerade solche Aspekte können für die spätere Anwendung aber elementar wichtig sein.

 

Wie umfangreich muss User Research ausfallen?

Groß angelegte Studien, über mehrere Fokusgruppen hinweg, beanspruchen natürlich ein gewisses Budget, welches viele Unternehmen zunächst nicht aufbringen können oder wollen. Doch auch mit einem begrenzten Budget ist professionelle User Research aus den eingehend genannten Gründen absolut empfehlenswert. Oft können auch schon kleine Maßnahmen einen großen Effekt haben. So kann beispielsweise zunächst ermittelt werden, welche Nutzer*innengruppe die Anwendung voraussichtlich am meisten verwenden wird und die folgenden User Research Methoden nur auf diese Gruppe fokussiert und weitere Fokusgruppen erst einmal ausgeklammert werden. Außerdem kann das einzubringende Budget über die Anzahl der einbezogenen Nutzer*innen reguliert werden. Auch die Vielzahl der angewandten Methoden kann je nach Bedarf variiert werden. All diese Faktoren können im Austausch mit dem Dienstleister angepasst werden, um auf diese Weise das perfekte User Research-Paket für das zu entwickelnde Produkt zu schnüren.

 

Sie interessieren sich für User Research und Nutzerzentrierung? Kontaktieren Sie gerne Ihren Ansprechpartner für Design-Themen:

Eike Zimmermann
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